Rundgang der SPD in Lengfeld
Zu einem informatorischen Rundgang hatte die SPD Otzberg vergangenen Samstag eingeladen. Der Ortsvereinsvorsitzende Patrick Koch freute sich unter den rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur Bürgermeisterkandidat Matthias Weber, sondern auch Ortsvorsteherin Ulrike Bundschuh begrüßen zu können.
Der Rundgang begann am Treff 3000, wo Patrick Koch zunächst über die aktuellen Probleme mit der dortigen Bushaltestelle informierte. Der Bus kann, wenn er aus Ober-/Nieder-Klingen/Habitzheim kommt dort nicht mehr anhalten, da er dann die im Fahrplan vorgesehene Abbiegung nach Groß-Umstadt nicht bewältigen kann. Laut dem Geschäftsführer der Darmstadt-Dieburger-Nahverkehrsorganisation (DADINA), Herrn Altenhain, ist die Bushaltestelle daher eine Fehlplanung – dies habe die DADINA der Gemeinde auch bei der Planung so mitgeteilt und Änderungen erbeten. Die SPD will nun vom Bürgermeister Auskunft darüber verlangen, wie solch ein Fehler passieren kann und natürlich wie er behoben werden soll, damit die Fahrgäste künftig dort wieder aussteigen können.
Weiter ging es zum Gelände des vorgesehenen Seniorenheims. Obwohl vor Jahren der Bebauungsplan geändert wurde und die baurechtlichen Voraussetzungen für eine Pflegeeinrichtung mit 99 Plätzen geschaffen wurden, ist bis heute nichts geschehen. Ein Zustand an dem die Gemeinde Otzberg nichts ändern kann, wie Ortsvorsteherin Ulrike Bundschuh und Clemens Laub vom Gemeindevorstand erklärten. Es ist Sache des Investors mit dem Bau zu beginnen. Da jedoch die Lage auf dem Pflegemarkt zurzeit schwierig ist, gibt es offenbar Probleme einen Betreiber zu finden, der das Pflegeheim bewirtschaftet. Bürgermeisterkandidat Matthias Weber äußerte den Vorschlag künftig eher auf den Bau seniorengerechter Wohnungen in den Ortsteilen, denn auf Pflegeheime zu setzen. Die Menschen könnten so in ihrem gewohnten Umfeld leben und die Pflegedienstleistungen von einem entsprechenden örtlichen Anbieter – z.B. der „Eule“ – dazu buchen.
Im Anschluss ging es über das Bahnhofsgelände, wo man über die Planungen eines Park&Ride Platzes und der Anbindung des Fahrradweges nach Groß-Umstadt sprach, ins Brühel. Jürgen Fritsch vom Bauausschuss berichtete darüber, dass es Überlegungen gebe das Gelände zwischen derzeitiger Bebauung im Brühel und der Groß-Umstädter-Str. zu Zwecken der Wohnbebauung zu erschließen. Vorrang habe aber zunächst der Schluss innerörtlicher Baulücken, aktuell gebe es keine konkrete Planung dieses Vorhaben umzusetzen.
Endpunkt des Rundganges war der Kinderhof. Hier sollen Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren entstehen. Die Gemeinde hat einen entsprechenden Zuschuss beantragt. Da die dafür vom Land Hessen bereitgestellten Summen nicht ausreichen ist die Finanzierung noch nicht geklärt. Die Gemeinde wird erst dann investieren und die zurzeit lehrstehende Scheune für rund 500.000 Euro ausbauen, wenn die Bezuschussung geklärt ist.
Im Anschluss an den Ortsrundgang lud Bürgermeisterkandidat Matthias Weber die Teilnehmer zum „Weber-Grill“ ans alte Rathaus ein. Dort nutzte man die Gelegenheit sich bei einer Grillwurst und einem Bier über die aktuelle politische Lage in Otzberg zu informieren und den Bürgermeisterkandidaten persönlich besser kennen zu lernen. Der nächste Ortsrundgang ist für diesen Samstag, 14:00 Uhr in Hering geplant. Treffpunkt ist die Alte Schule. Auch dort wird Matthias Weber anschließend zum gemütlichen Beisammensein einladen.