Zypries fordert Beteiligung des Landes Hessen bei der Kino-Digitalisierung Vor allem kleinere Kinos bedroht

Veröffentlicht am 16.09.2010 in Bundespolitik
 

Die Darmstädter Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries hat in einem Schreiben die hessische Landesregierung aufgefordert, sich finanziell an der Digitalisierung von Kinos zu beteiligen. "Wir diskutieren seit dem vergangenem Jahr intensiv über die Probleme vor allem der kleineren Programmkinos bei der digitalen Umrüstung. Die im Bundeshaushalt für 2010 bereitgestellten Mittel von 4 Millionen Euro sind aber momentan noch nicht freigegeben - Voraussetzung für die Freigabe der Mittel ist nämlich die Beteiligung der Bundesländer an dem Förderfonds. Die Zusage von Hessen fehlt aber noch!", sagte Zypries heute in Berlin.

Durch die Umrüstung auf digitale Geräte entstehen den Kinos Kosten, die vor allem von den kleineren, eher umsatzschwächeren Programmkinos nicht alleine getragen werden können. Deshalb hat der Bundestag entschieden, 4 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, und zwar unter der Voraussetzung, dass sich die Bundesländer und die Filmwirtschaft an den Kosten beteiligen. In sieben Bundesländer gibt es bereits Förderungen, Hessen fehlt allerdings. "Es ist bedauerlich, dass die hessische Landesregierung noch kein Konzept zur Unterstützung der Kinos in Hessen vorgelegt hat", so Zypries weiter.

"Die Mittel werden dringend benötigt, um es den kleinen Kinos zu ermöglichen, ihre Leinwände zu digitalisieren. Nur so kann die einzigartige, vielfältige Kinolandschaft in Deutschland erhalten werden. Ich fordere Hessen auf, es den sieben anderen Bundesländern gleich zu tun. Denn Kinos sind weit mehr als die bloßen "Abspielstätten" von Filmen - sie sind fester Bestandteil der kommunalen kulturellen Infrastruktur und müssen es auch bleiben."

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