In diesem Jahr besteht in Deutschland kaum ein Grund, den Weltkindertag am 20. September zu feiern: Das von der Bundesregierung vorgelegte Kürzungspaket wird Familien, Kinder und Jugendliche erheblich belasten. Einsparungen nach dem Rasenmäher-Prinzip drohen und werden vor allem Familien mit geringen Einkommen treffen. "Es ist unverantwortlich, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung zum Teil drastische Kürzungen auf dem Rücken von Familien plant", kritisiert die Darmstädter Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries (SPD).
„Allein die geplante Streichung des Elterngeldes
wird für Familien, die Arbeitslosengeld II beziehen, 3.600 Euro weniger pro Jahr ausmachen – gute Politik für Kinder sieht anders aus!“
Den Rotstift will die Koalition bei der Jugendpolitik, der
Arbeitsmarktförderung, dem Elterngeld, dem Wohngeld und dem
Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ ansetzen. Das wird die soziale
Schieflage für viele junge Menschen auch in Südhessen verschärfen.
Die Folge: Zahlreiche Kinder und Jugendliche sowie junge Familien
werden ausgegrenzt, das Armutsrisiko steigt. „Es ist höchste Zeit, dass
Schluss ist mit der Klientelpolitik für Hoteliers und Erben, durch die 2,8
Milliarden im Haushalt fehlen - davon könnten 280.000 Kitaplätze oder
70.000 Lehrerstellen finanziert werden“, so Zypries weiter.