Diskussionsveranstaltung am 16. Februar im Darmstädter Karolinensaal
Die Darmstädter Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries (SPD) diskutiert gemeinsam mit Kristiane Weber-Hassemer, seit 2001 Mitglied des Deutschen Ethikrates, und dem Darmstädter Reproduktionsmediziner Professor Dr. Gerhard Leyendecker am 16. Februar um 18 Uhr im Karolinensaal über das Für und Wider der Präimplantationsdiagnostik (PID):
"Der Bundestag befasst sich in den kommenden Wochen mit einer sehr schwierigen ethischen Frage. Wir müssen abwägen zwischen dem Grundrechtsschutz einer künstlich befruchteten Eizelle und dem Recht von genetisch vorbelasteten Paaren auf ein gesundes Kind", erläutert die Darmstädter Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries. "Verschiedene Gruppen von Abgeordneten aller Fraktionen haben Vorschläge erarbeitet, die von einem völligen Verbot der PID bis hin zu einer Zulassung im begrenzten Rahmen reichen. Nun muss sich jede/r eine eigene Meinung bilden - darüber möchte ich mit Ihnen diskutieren."
Bei der Präimplantationsdiagnostik geht es um die Frage, ob nach der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle in der Petrischale eine genetische Untersuchung der befruchteten Eizelle möglich sein darf, damit nur solche Embryonen eingesetzt werden, die keine genetischen Erbkrankheiten aufweisen. Die gesetzlichen Änderungen sind notwendig nachdem der Bundesgerichtshof 2010 entschieden hatte, dass nach dem Embryonenschutzgesetz die PID nicht strafbar ist.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen zur Diskussionsveranstaltung am Mittwoch, 16. Februar 2011 um 18 Uhr im Karolinensaal des Staatsarchivs Darmstadt. Der Eintritt ist frei.